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Die Bedeutung von Faser und Mikrobiota in der Schweineernährung

Faserstoffe spielen in der Ernährung von Schweinen eine entscheidende Rolle: Sie unterstützen die Verdauung, tragen zur Erhaltung der Darmgesundheit und zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Die Art der Faserstoffe ist jedoch von großer Bedeutung.

Die Fähigkeit von Schweinen, Faser zu verdauen, hängt von ihrer Mikrobiota im Dickdarm ab. Bakterien sind für den Abbau von Zellulose unerlässlich, da tierische Verdauungsenzyme die meisten komplexen Kohlenhydrate und pflanzlichen Polysaccharide nicht verdauen können. Diese Kohlenhydrate und pflanzlichen Polysaccharide werden von spezifischen Mikroorganismenpopulationen abgebaut. Sie werden zu kurzkettigen Fettsäuren (SCFA) fermentiert, darunter Acetat, Propionat und Butyrat, die von den Epithelzellen des Dickdarms aufgenommen und als Energiequelle genutzt werden, was die Futterverwertung erheblich verbessert.

Es gibt verschiedene Methoden zur Charakterisierung von Nahrungsfasern. In der Schweinefütterung haben wir es hauptsächlich mit zwei Arten von Faserstoffen zu tun: lösliche und unlösliche, die jeweils eine besondere Rolle bei der Verdauung von Schweinen spielen.

Lösliche Faserstoffe ziehen Wasser an und werden während der Verdauung zu einem Gel, wodurch die Passagerate des Futterbreis verlangsamt wird. Dies trägt zur Regulierung der Nährstoffaufnahme bei und kann die körperliche Aktivität nach der Fütterung verringern.

Die Auswirkung löslicher Faserstoffe auf die Viskosität des Verdauungsbreis gilt jedoch als Schlüsselfaktor für das Risiko von Durchfall nach dem Absetzen und die Förderung des Wachstums von E. coli1. Ein Übermaß an löslichen Faserstoffen kann demnach die Entwicklung von Krankheitserregern begünstigen, zu Gesundheitsproblemen führen und sich negativ auf die Wachstumsleistung von Schweinen auswirken.

Unlösliche Faserstoffe hingegen lösen sich nicht in Wasser auf. Sie machen das Futter voluminöser und können dazu beitragen, das Risiko von Verdauungsproblemen wie Verstopfungen zu verringern. Einer der wichtigsten Vorteile unlöslicher fermentierbarer Faserstoffe ist die Produktion von SCFAs während der Fermentation durch spezifische Mikrobiota im Dickdarm. SCFAs – wie Acetat, Propionat und Butyrat – spielen eine wichtige Rolle für die Darmgesundheit. Sie stellen Elemente mit langsamer Energiefreisetzung dar und verbessern den Glukosestoffwechsel und die Appetitregulierung bei Schweinen.

Ein ausgewogenes Verhältnis von löslichen und unlöslichen Faserstoffen im Schweinefutter ist entscheidend. Eine Möglichkeit, diesen Prozess zu unterstützen, ist LEVUCELL SB, eine spezielle probiotische Lebendhefe für monogastrische Tiere. Sie stimuliert und schützt Fibrobacteres, eine der wichtigsten mikrobiellen Populationen, die für die Fermentation von Faserstoffen verantwortlich sind. Darüber hinaus bietet YELA PROSECURE, eine speziell entwickelte hydrolysierte Hefe, eine Quelle für unlösliche und funktionelle Faserstoffe, die der Mikrobiota den „Treibstoff“ bieten, den sie für eine effektive Arbeit benötigen. Indem wir den Prozess der Faserfermentation verstehen und unterstützen, können wir die Gesundheit von Schweinen fördern und ihre Produktivität verbessern.

1Canibe N, Højberg O, Kongsted H, Vodolazska D, Lauridsen C, Nielsen TS, Schönherz AA. Übersicht über präventive Maßnahmen zur Verringerung von Durchfall nach dem Absetzen bei Ferkeln. Animals (Basel). 2022 Sep 27;12(19):2585. doi: 10.3390/ani12192585. PMID: 36230326; PMCID: PMC9558551.

Veröffentlicht 26. Aug. 2025

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